Dodge and burn

eigentlich nix anderes wie schminken

Kennst Du das – jeder spricht über dodge and burn, jeder macht es? Aber Du selbst weißt nicht wirklich wie es geht und vor allem nicht wo am Foto man es nun letztendlich anwendet!

Bist Du selbst eine Frau, bin ich mir sicher das Du das Prinzip schneller verstehen wirst, die Männer bitte ich deshalb sich Ihre Frau genauer anzusehen. Wo wird sich geschminkt? Welche Stellen werden betont? Das hilft wirklich ungemein, bevor Du weiterliest denk mal drüber nach.

Im Gesicht betont man mit make-up die erhabenen Stellen wie Wangen, Kinn und Stirn. Die Stellen werden dadurch heller, die übrigen Stellen automatisch dunkler. Das ist das Grundprinzip von dodge and burn.

Dodge and burn in der Praxis Teil 1

Da es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, D&B durchzuführen und es man sogar auch theoretisch mit Lightroom machen kann, möchte ich mich aber dennoch auf die Techniken in Photoshop konzentrieren. Hier gibt es natürlich keinen Make-up Pinsel oder ähnliches. Nein, hier heißt das Ganze “Abwedler und Nachbelichter” . Adobe definiert es auf deren Homepage so

Der Abwedler und der Nachbelichter hellen Bereiche des Bildes auf bzw. dunkeln sie ab. Diese Werkzeuge basieren auf einer traditionellen Dunkelkammertechnik zum Regulieren der Belichtung in bestimmten Bereichen eines Abzugs. Beim Fotografieren werden Bereiche durch Verringern der Belichtung (Abwedeln) aufgehellt und durch Erhöhen der Belichtung (Nachbelichten) abgedunkelt. Je mehr Sie mit dem Abwedler bzw. Nachbelichter über einen Bereich malen, desto heller bzw. dunkler wird er.

Mich selbst haben diese Begriffe lange Zeit extrem verwirrt. Abwedeln stelle ich mir daher wie “abstauben” vor und stelle mir vor, wie eine Fläche dadurch wieder zur Geltung kommt, also heller wird in diesem Fall. Somit weiß ich dann auch immer dass der Nachbelichter abdunkelt.

Dodge and burn in der Praxis Teil 2

dodge and burn

mit diesen Symbolen solltest Du Dich in Photoshop vertraut machen

Sobald du das D&B Tool anwählst, solltest Du in der Leiste unter Menüzeile auf “Mitteltöne” stellen und die Stärke auf 8% stellen. Das sind optimale Werte um zu starten – ich selbst wähle hier nie andere Werte.

Vorweg sollte Dir deutlich bewusst sein, dass ein gelungenes D&B etwas Übung braucht, aber Du wirst es schnell raus haben. Für den Anfang solltest Du Dich an einem Ablaufschema orientieren können, auch ich beginne mein dodge and burn immer so.

  1. Eine graue Ebene mit 50% grau (weiches Licht) erstellen NUR AUF DIESER EBENE WIRD GEARBEITET
  2. Abwedler auswählen
  3. checken ob die Grundeinstellungen stimmen, siehe oben (gleiches gilt auch für den Nachbelichter)
  4. die T-Zone bearbeiten – Stirn, Kinnen und Wangen und ggf. Lippen mit dem Abwedler aufhellen
  5. Hals abwedeln, die “Einbuchtung” unter dem Kehlkopf vorerst auslassen
  6. Hast Du ein Ganzkörperportait dann kannst Du auch erhabene Flächen der Kleidung abwedeln
  7. Nun schaltest Du auf den Nachbelichter, haltest Du übrigens beim Abwedler die ALT Taste gedrückt auch während des pinselns, schaltet Photoshop auf den Nachbelichter
  8. gehe nun mit dem Nachbelichter über alle Stellen die tiefer liegen, bzw. abgedunkelt werden sollen, klassisch hierfür wäre zum Beispiel die Kontur (also die äußerste Linie) des Gesichtes. Oder auch der kleine Hautbereich zwischen Unterlippe und Kinn, gerne können auch Augenbrauen abgedunkelt werden.
  9. Übertreibe nicht und schalte die D&B Ebene immer wieder mal aus und ein um zu sehen wie das Gesamtpaket wirkt.

Wem ein Grafik besser hilft, kann sich auch gerne an dieser Grafik hier orientieren (Quelle: Google Bildersuche)

dodge and burn

dodge an burn

Abschließend möchte ich Dir noch mit auf den Weg geben, dass dodge and burn eine MEGA TECHNIK ist und Du damit Portraits professionell bearbeiten kannst – ein gutes Foto im Vorfeld natürlich vorausgesetzt 🙂 . Üben üben üben heißt hier das Zauberwort, Du wirst den Dreh schnell raus haben.

Für alle die es extremer haben wollen und einen sehr krass Look damit erzielen wollen, habe ich auch was. Schau Dir dazu einfach diese Video hier an

 

 

Kategorien: Fototipps

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